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Innovationskultur-Werkstatt im digitalen Format am 1.10.2020 - neue Geschäftsfelder, notwendige Innovationsmethoden und die Notwendigkeit einer neuen Unternehmenskultur

Eine Veranstaltung der Senerco GmbH und der VKU-Landesgruppen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen

Auftakt der sehr gut besuchten, im digitalen Format durchgeführten Veranstaltung waren zwei Impulsvorträge zur thematischen Einführung in diese Werkstatt, die ganz bewusst den Schwerpunkt auf die InnovationsKULTUR legt.

Sven Pietsch von Innoloft, einem B2B-Innnovationsnetzwerk, zeigte in seinem Impulsvortrag „Von der Idee zum Geschäftsmodell – Arbeitsweisen und Beispiele von Start-ups“ für neue Unternehmen typischen Arbeitsweisen auf. Er demonstrierte an einem Beispiel, wie mittlerweile vollkommen Branchenfremde als digitaler Stromanbieter in den Markt eintreten können. Fazit: in der digitalen Welt verschwinden technische USP´s. Für die Entwicklung neuer Produkte stellt er darauf ab, dass man frühzeitig Kundenbedürfnisse erkennt und danach in eine agile Produktentwicklung eintritt. Am Beispiel eines Start-up Unternehmens zeigt er, wie man ein Smart Office Paket für Gewerbekunden entwickeln kann, die damit nicht nur Licht und Heizung steuern, sondern auch eine smarte Zugangskontrolle und ein Energiemonitoring installieren können. Eine direkte Übertragung auf die klassischen Unternehmen ist herausfordernd, die Bedeutung der Mitarbeiter und des zielorientierten Umgangs miteinander wurden deutlich.

Isabelle Weyand, Beraterin/Coach, ergänzte im zweiten Impuls „Menschen und Organisationen in Veränderungsprozessen: Was Sie unbedingt wissen sollten!“ die wesentlichen Faktoren, damit Menschen die notwendigen Veränderungen in einem Unternehmen auch aktiv mitmachen. Eine Ihrer Kernthesen war, dass ein Veränderungswille nur dann vorhanden ist, wenn ein Veränderungswunsch vorliegt, der Weg machbar erscheint und das angestrebte Ziel zudem attraktiv erscheint.

Im zweiten Block der Veranstaltung wurden die zwei wichtigsten Pfeiler für Veränderungen diskutiert: zum einen die Bedeutung einer auf Veränderungen ausgerichteten Organisation, zum anderen das Instrumentarium, dass für notwendige Innovationen offensteht.

Dr. Jobst Klien, KLIEN Konsultation, Bernd Reichelt, Stadtwerke Menden und Christoph Humpert, VKU wiesen in ihrem gemeinsamen Vortrag „Innovation und Organisation – das Fundament für Veränderungen schaffen“  darauf hin, dass das Wissen um bestimmte neue Geschäftsfelder und Kreativitätstools absolut notwendig, aber nicht hinreichend ist, um dauerhafte zukunftsfähige Strukturen zu installieren. Sie zeigten sehr plastisch, dass die vorherrschenden Management- und Organisationsformen auf der Basis des damit verbundenen Menschenbildes Kreativitätsmörder sind, die den komplexen Marktentwicklungen durch Digitalisierung und Energiewende in keiner Weise mehr gerecht werden können. Am Beispiel der Stadtwerke Menden stellte Bernd Reichelt diesem alten Modell explizit das Modell der dienenden Führung mit all ihren Konsequenzen entgegen, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt und dadurch auch die notwendigen Freiräume für Kreativität liefert. Christoph Humpert konnte auf Basis einer Befragung unter den VKU-Mitgliedern aufzeigen, dass die kommunalen Unternehmen sich mit dem Thema Innovationsmanagement zunehmend auseinandersetzen.

 

In seinem Vortrag „Der Innovations-Werkzeugkasten“ stellte Walter Schmitz einen Überblick zu Kreativitäts- und Innovationswerkzeugen für die verschiedenen Phasen des Weges von dem Auftrag bis hin zum fertigen Produkt vor. Ergänzt wurde dieser Vortrag durch einen Methodenvorschlag, wie diese Werkzeuge im Stadtwerk auch produktiv eingesetzt werden können.

Nach der Mittagspause hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, zwischen zwei digitalen Experimentierräumen zu wählen. Das gemeinsame Arbeiten über unterschiedliche Werkzeuge wie u.a. Wort- und Chatbeiträge, Kommentaren auf Whiteboards und Umfragen via Smart Phones führten zu einer sehr aktiven Einbindung aller Teilnehmer.

Isabelle Weyand, Jobst Klien und Bernd Reichelt führten im ersten Experimentierraum „Denken und Handeln in veränderten Welten: Fallbeispiel „Stadtwerke 2025“ “ durch die Frage, welche Vorstellungen die Teilnehmer mit dem Stadtwerk 2025 verbinden – in einer sehr intensiven Diskussion wurden die Erwartungen und Befürchtungen im Kontext einer veränderten Organisations- und Unternehmenskultur diskutiert.

Walte Schmitz erläuterte im zweiten Experimentierraum „Agile Geschäftsfeldmodellierung mit der Business Model Canvas (BMC)“ das Innovationswerkzeug BMC – die Teilnehmer konnten in einer offenen und kreativen Diskussion direkt an einem praktischen Beispiel das Template befüllen und so erste Erfahrungen mit diesem Instrument, aber auch mit den möglichen Stolpersteinen sammeln.  

Die abschließende Diskussion der Ergebnisse aus den Experimentierräumen zeigte die hohe Qualität der Arbeit. Das spiegelt sich auch in sehr positiven Rückmeldungen verschiedener Teilnehmer wider.

Auch die Veranstalter waren mit dem Ergebnis dieser ersten digitalen Veranstaltung in dieser Reihe sehr zufrieden – eine Fortsetzung der Innovationskultur-Werkstätten wird also folgen…

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